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No-Hangs Trainings - Guide

So entwickelst du Fingerkraft, ohne dich an ein Hangboard zu hängen.

Was ist No-Hang-Training überhaupt?

Beim klassischen Hangboard hängst du mit deinem Körpergewicht (plus ggf. Zusatzgewicht) an einer Leiste. Beim No-Hang drehst du das Prinzip um: Du stehst am Boden und ziehst an einem Griff, der mit einem Gewicht verbunden ist – über eine Hantel, eine Gewichtsscheibe an der Schnur oder ein Bandsystem. Die Finger machen exakt dieselbe Arbeit (z.B. ein Half Crimp), nur dass die Last nicht von deinem Körpergewicht kommt, sondern vom Gewicht, das du selbst bestimmst.

Same Muskel, same Griffposition. Anderer Weg, die Last draufzubringen.

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Die Vorteile 

1. Du dosierst die Last in Kilo – exakt und reproduzierbar

Am Hangboard ist dein Körpergewicht die Basislast. Willst du leichter trainieren, musst du dich abstützen oder über Rollen entlasten – fummelig und ungenau. Beim No-Hang legst du einfach 2 kg mehr oder weniger auf. Das macht Progression messbar: Du weißt auf das Kilo genau, was du letzte Woche gezogen hast und was diese Woche.

Das ist auch der Grund, warum sich No-Hangs so gut tracken lassen (z.B. mit unserem Progressions-Tracker) – du hast eine harte Zahl statt eines Gefühls.

2. Niedrige Einstiegslast – gut für Reha und Einstieg

Genau diesen Punkt nennt auch die Forschung: López-Rivera (Sportphysio 2021) beschreibt, dass assistierte Methoden mit Bändern oder Umlenkrollen ein Weg sind, nach einer Verletzung kontrolliert wieder zu belasten – mit sehr geringer, gut steuerbarer Last auf tiefen, runden Griffen. No-Hangs erlauben dir, deutlich unter deinem Körpergewicht anzufangen. Am Hangboard ist das ohne Hilfsmittel kaum möglich.

Wichtig: Reha-Training nach einer Fingerverletzung gehört in fachkundige Hände. No-Hangs ermöglichen niedrige Lasten – aber ein Reha-Programm baust du mit Physio oder Arzt, nicht im Alleingang.

3. Die Schulter hängt nicht mit drin

Beim Dead-Hang trägt deine Schulter- und Rumpfmuskulatur ständig mit. Wer dort eine Schwäche oder einen Vorschaden hat, kann am Hangboard nicht sauber trainieren. Beim No-Hang ziehst du isoliert mit den Fingern, ohne den ganzen Schulterapparat zu belasten. Das entkoppelt Fingertraining von der Schulter – praktisch, wenn du z.B. eine Schulter schonen musst

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4. Du brauchst keinen Aufhängepunkt

Kein montiertes Board, kein Türrahmen, keine Halle. Ein Griff, eine Schnur, ein Gewicht – das passt in den Rucksack. Reisetauglich, gym-unabhängig, wohnzimmertauglich. Für viele ist das der eigentliche Gamechanger: Training, das stattfindet, weil es keine Hürde mehr gibt.

5. Position und Winkel sind frei wählbar

Du kannst den Zugwinkel verändern und so verschiedene Griffpositionen gezielter ansteuern, als es ein fix montiertes Board erlaubt. Das ist mechanische Logik, kein Studienergebnis – aber nachvollziehbar.

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